8.1 Folgen des Jahres 1990: Deutsche aus nah und fern kommen zusammen
Im Jahr 1990 trat keineswegs nur die DDR der Bundesrepublik bei. Auch Hunderttausende Russlanddeutsche kamen aus der Sowjetunion und deren Nachfolgestaaten nach Deutschland zurück. Deutschland war das Land, aus dem sie vor langer Zeit einmal ausgewandert waren. Nun kamen sie in die 'alte' deutsche Heimat zurück. Gleiches galt auch für viele Deutsche, die immer noch in Südosteuropa lebten, z. B. die Siebenbürger Sachsen in Rumänien. Und im Grunde strömten alle diese Menschen zum westdeutschen Gesellschaftsmodell. Die Bundesrepublik wurde der deutsche 'Goldstandard'.
Nordrhein-Westfalen
Kernlehrplan für die Sekundarstufe I und II Gymnasium in Nordrhein-Westfalen
Sek I: KLP
Sek II: Entwurf 2025 und KLP 2013
Sachsen
Lehrplan Geschichte Gymnasium, 2004, 2007, 2009, 2011, 2019 in Sachsen
Sek I/II: Lehrplan Geschichte
kapitelspezifisch
- Klasse 10, Wahlbereich 3
Alltagserfahrungen und Mentalitäten zur Zeit der Friedlichen Revolution und im geeinten Deutschland
(Weitere thematische Bezüge in anderen Kapiteln:
Rückwanderung, deutsche Vereinigung und die Folgen: 8.1, 8.2, Video-Interviews: 8.5)
In diesem Kapitel wird gezeigt, was die Wiedervereinigung für die deutschen Bevölkerungsgruppen bedeutete. Was Ost- und Westdeutsche voneinander hielten und was eine Rückkehr der Spätaussiedler nach Deutschland nach sich zog.
Übersicht Kapitelinhalte
Zusammenbruch des Ostens und die Folgen

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Der Zusammenbruch des Ostblocks seit 1989 hatte erhebliche Folgen für Deutschland. Die DDR löste sich auf und wurde 1990 Teil der Bundesrepublik Deutschland. Das war aber nicht alles. Auch viele Deutsche aus den Ländern der sich ebenfalls auflösenden Sowjetunion und anderen osteuropäischen Ländern wie Rumänien wollten Teil des sich neu bildenden Deutschlands werden. Das löste große Wanderungsbewegungen aus. Millionen Menschen aus den Ländern der ehemaligen UdSSR kamen nach Deutschland. So war es auch bei den Menschen aus der ehemaligen DDR. Sie alle strebten danach, Teil des westdeutschen Gesellschaftsmodells zu sein. Alle dachten: Der Westen ist Sieger des Kalten Kriegs. Die West-Eliten hatten jetzt das Sagen.
Transformation des Ostens ohne Ko-Transformation des Westens?

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Die Historiker Florian Sochatzy und Marcus Ventzke, der eine aus dem Westen, der andere aus dem Osten, sprechen im Jahr 2025 über die Vereinigung beider deutscher Staaten, deren Folgen und die Begriffen, mit denen darüber gesprochen wird.
Das Gespräch zwischen den Historikern Florian Sochatzy und Marcus Ventzke im obigen Audio (Element 3) dauert 38 Minuten. Ein spannendes, aber recht langes Gespräch. Du kannst es entweder in voller Länge hören oder in folgenden Abschnitten:
- 1Von Minute 0:00 bis 9:39 sprechen beide darüber, wie sie den Zusammenbruch des Ostens erlebt haben und welcher Begriff dafür am passendsten ist.
Welchen der vom Moderator am Anfang aufgeführten Begriffe („Wandel“, „Umbruch“, „Strukturwandel“, „Modernisierung“, „Neuordnung“) findest du am besten? Begründe deine Meinung. - 2Von Minute 32:05 bis 38:38 entwickeln die Gesprächspartner Visionen für die Zukunft.
Wie stehst du zu diesen möglichen Entwicklungen (Eigenständigkeit von Bundesländern und mehr Föderalismus)?
Entwickle eine eigene Idee zur Zukunft Deutschlands.
Russlanddeutsche Wanderung in den deutschen Westen ...

Urheber: Unbekannt · https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_B_145_Bild-F079036-0033,_Lager_Friedland,_Aussiedler_-_Flüchtlinge,_Koffer.jpg · CC BY-SA 3.0
Mit Beginn der Öffnung der Sowjetunion kamen etwa 2,3 Mio. Russlanddeutsche nach Deutschland. Die Ankommenden wurden auf alle Bundesländer entsprechend deren Finanzkraft und Bevölkerungsgröße verteilt. Etwa 400.000 Russlanddeutsche kamen daher nach 1990 in die neuen Bundesländer (Mitteldeutschland). Auf die 'neuen' Bundesländer (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) entfielen ca. 15–20 % der Zuwanderung aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.
Viele von diesen Spätaussiedlern wanderten jedoch weiter in westdeutsche Bundesländer – weil sie dort schon Verwandte hatten, ihre Familien im 18. Jahrhundert aus diesen Gegenden nach Russland ausgewandert waren oder sie sich im wirtschaftlich starken Westen einfach bessere Chancen ausrechneten.
In den 1990er Jahren gerieten die neuen Bundesländer auf dem Gebiet der ehemaligen DDR in eine schwere wirtschaftliche Krise. Wie in der ehemaligen Sowjetunion wurde auch dort das sozialistische System in eine westliche Gesellschaft verwandelt. Das führte zu vielen Krisen und Konflikten: Massenarbeitslosigkeit, Besitzumschichtungen, Verarmung, Unsicherheit. Zudem kamen viele Menschen aus dem Westen in den Osten, um dort die Posten in Wirtschaft und Staatsverwaltung zu übernehmen.
Als 'Aufbauhelfer' hatten sie das Sagen, und sie versteckten ihre Macht und ihren persönlichen Aufstieg nicht. Aus solchen Umbruchverhältnissen und oftmals auch wegen dieser Verhältnisse aber kamen viele Russlanddeutsche aus Russland, Kasachstan oder Usbekistan ja gerade nach Deutschland. Sie hatten verständlicherweise kein Interesse, die Krisen des Umbruchs auf dem Gebiet der ehemaligen DDR (wieder) zu durchleben. Da war es aus ihrer Sicht sinnvoller, gleich in den wirtschaftlich und gesellschaftlich stabilen Westen Deutschlands zu gehen.
Marcus Ventzke, Digitale Lernwelten GmbH
Verteilung russlanddeutscher Spätaussiedler nach 1990
| Bundesländer | Anzahl | Anteil in % | |
|---|---|---|---|
| Ostdeutsch | 300.000-400.000 | 20 | |
| Sachsen | 120.000-150.000 | 35-40 | |
| Sachsen-Anhalt | 80.000-100.000 | 25 | |
| Thüringen | 50.000-70.000 | 15-20 | |
| Brandenburg | 30.000-40.000 | 10 | |
| Mecklenburg-Vorpommern | 20.000-40.000 | 7 | |
| Westdeutsch | 1,4 - 1,45 Mio | 80 | |
| z. B. Nordrhein-Westfalen | 700.000 | 50 | |
| z. B. Berlin (1991-2006) | 49.008 | 3 | |
| z. B. Hamburg | 41.435 | 3 |
© Chris Liebscher, Digitale Lernwelten GmbH · Zusammengestellt auf der Grundlage der Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (https://www.bib.bund.de/...) · Alle Rechte vorbehalten
Russlanddeutsche kommen nach Sachsen – mitten in die Übergangsjahre in Ostdeutschland

Ein Film über die Ausreise von Russlanddeutschen aus Kasachstan nach Deutschland in den 1990er Jahren. Viele kamen auch nach Sachsen.
- 1Beschreibe mit eigenen Worten die Belastungen des Lebens in Übergangsheimen. Sieh dir dazu den Film von 23:42 bis 25:39 an.
- 2Erkläre das Problem von Russlanddeutschen, die seit 1990 nach Sachsen kamen, für die Gestaltung ihrer weiteren Zukunft.
Sieh dir dazu den Film von 25:39 bis 27:04 an.
Konkrete Zahlen über die Wanderungsbewegungen der Russlanddeutschen innerhalb Deutschlands sind schwer zu ermitteln, weil sie auch kaum erhoben wurden. Russlanddeutsche waren rechtlich Deutsche und hatten sofort die volle Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit in Deutschland und Europa. Russlanddeutsche wurden zwar nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel auf alle Bundesländer verteilt. Viele von ihnen, die zunächst in die ostdeutschen Bundesländer kamen, wanderten aber oftmals sehr schnell weiter in westliche Bundesländer.
Die Verteilung erfolgte nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel, der die unterschiedliche Bevölkerungsgröße und das Steueraufkommen der Bundesländer berücksichtigt.
Zusammengestellt auf der Grundlage folgender Informationen:
https://www.destatis.de/...;
https://www.destatis.de/...;
https://www.destatis.de/...;
https://www.forschungsdatenzentrum.de/...;
https://www.forschungsdatenzentrum.de/...;
https://www.forschungsdatenzentrum.de/...;
https://ap-verlag.de/...;
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB);
Bundesverwaltungsamt (BVA).
Erstens die Diskrepanz zwischen Zuweisung und tatsächlichem Wohnort. Das Bundesverwaltungsamt beschreibt das Problem offen:
„Nach Ankunft und Registrierung in den Erstaufnahmeeinrichtungen wurden die Spätaussiedler schlüsselgemäß auf die Bundesländer und von dort aus auf die Wohnorte verteilt. Faktisch zogen sie jedoch in den Ort ihrer Wahl, wobei insbesondere die neuen Länder, auf die eine Quote von 20 Prozent entfiel, wenig Akzeptanz fanden.“
Das heißt: Auf dem Papier hätten rund 20 Prozent der seit 1993 zugewiesenen Spätaussiedler in die neuen Länder gehen sollen – rechnerisch also mehrere Hunderttausend Personen. Tatsächlich zogen viele umgehend weiter nach Westdeutschland, wo bereits Verwandte und Gemeinschaften existierten (sogenannte Sekundärmigration). Der Gesetzgeber reagierte 1996 mit dem verschärften Wohnortzuweisungsgesetz, das den Wegzug mit dem Entzug von Sozialleistungen sanktionierte.
Zweitens das Problem der statistischen Unsichtbarkeit: Nach der Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft waren die Spätaussiedler auch für die Statistik unsichtbar geworden. Auch schwand das wissenschaftliche Interesse an dieser Gruppe. Erst seit dem Mikrozensus 2011 kann neben dem Herkunftsstaat der Befragten auch die juristische Grundlage der Zuwanderung ermittelt werden. Da Spätaussiedler sofort die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten, tauchen sie in der Ausländerstatistik nicht auf. Binnenwanderungen zwischen den Bundesländern wurden für diese Gruppe lange nicht gesondert erfasst.
Marcus Ventzke, Digitale Lernwelten GmbH
https://www.bva.bund.de/DE/Services/Buerger/Migration-Integration/Spaetaussiedler/04_Informationen/Historie/Historie_node.html [aufgerufen am 17.9.2026]
Ostdeutsche Wanderung in den deutschen Westen ...

Nach Öffnung der Grenzen zwischen der DDR und der Bundesrepublik gingen viele Ostdeutsche in den Westen. Bis 2016 registrierte das Statistische Bundesamt einen Gesamtverlust von rund 1,2 Millionen Menschen für die ostdeutschen Flächenländer. 40 Prozent der Fortziehenden waren zwischen 18 und 30 Jahre alt, 55 Prozent waren Frauen. Die Gründe lagen vor allem in den schlechteren Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten im Osten. In manchen ländlichen Regionen entstand dadurch ein Frauendefizit bei jungen Erwachsenen, das in der EU einmalig war. Die Folgen der Abwanderung wirken bis heute: Die ostdeutsche Bevölkerung altert schneller. Sachsen-Anhalt etwa verlor seit 1990 rund ein Viertel seiner Einwohner. 2024 war in den ostdeutschen Flächenländern bereits fast jeder Vierte im Rentenalter – im Westen jeder Fünfte.
Abwanderung von Ostdeutschen in den Westen
| Zeitraum | Anzahl Menschen |
|---|---|
| 1949-1961 | 2.800.000 |
| 1961-1989 | 787.000 |
| 1989 | 434.900 |
| 1990-2025 | 3.500.000-4.000.000 |
Bei der Abwanderung ist stets auch die Zuwanderung zu beachten. Nach 1990 kamen etwa 2,3 bis 2,8 Mio. Menschen von den westdeutschen in die ostdeutschen Bundesländer.
© Chris Liebscher, Digitale Lernwelten GmbH · Zusammengestellt auf der Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamts: https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aspekte/demografie-bevoelkerungsentwicklung-ost-west.html. · Alle Rechte vorbehalten
Und was geschah im Westen?

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Helmut_Kohl_in_1990?uselang=de#/media/File:Bundesarchiv_Bild_183-1990-1003-010,_Berlin,_Reichstag,_Hannelore_und_Helmut_Kohl.jpg · CC BY-SA 3.0
Der Westen war lange damit beschäftigt, Menschen in sein eigenes Modell zu integrieren. Im Osten Deutschlands kontrollierte die westliche Politik- und Wirtschaftselite nun die Immobilien und Institutionen. Aus westlicher Sicht bestand gar kein Anlass, über die Funktionsfähigkeit des westlichen Modells nachzudenken. Die gesellschaftlichen Eliten in Frankfurt am Main, München oder Düsseldorf zweifelten nicht daran, dass auch die weitere Zukunft nach Ende der Aufbruchzeit in den 1990er Jahren nach ihrem Modell gestaltet werden sollte und müsste.
Bernhard Vogel – Beispiel einer West-Ost-Karriere: gleiche Strukturen, gleiche Sprüche, gleiche Bundesbrüder?
Bernhard Vogel (1932-2025) hatte als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (alte Bundesrepublik) bereits vor 1990 eine politische Spitzenkarriere im Westen. Er wechselte nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten in die gleiche Position in Thüringen (neue Bundesländer). Seine Ansichten und Vorgehensweisen aus dem Westen bildeten die Grundlage für seine politische Arbeit im Osten. Von vorn anfangen mussten Menschen wie Bernhard Vogel nicht. Im Gegenteil, sie bauten auf ihren Erfahrungen auf.

Urheber: Konrad-Adenauer-Stiftung · https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bernhard_Vogel_in_1987?uselang=de#/media/File:KAS-Vogel,_Bernhard-Bild-7049-1.jpg · CC BY-SA 3.0

Urheber: Konrad-Adenauer-Stiftung · https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bernhard_Vogel_in_1990?uselang=de#/media/File:KAS-Leipzig,_Karl-Marx-Universität-Bild-11018-1.jpg · CC BY-SA 3.0

Urheber: CDU · https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7c/KAS-Vogel%2C_Bernhard-Bild-15523-2.jpg · CC BY-SA 3.0

Urheber: Archiv Hans-Bernd Herzog · https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Bernhard_Vogel_in_2009?uselang=de#/media/File:Eisenacher_Kartell_(100_Jahre).jpg · CC BY-SA 3.0
Setze dich mit den Abbildungen in der obigen Bildergalerie (Element 15) auseinander.
Nutze dazu die Methodenseite Bilder.
- 1Erzähle die Geschichte der Bilder zu Bernhard Vogel mit eigenen Worten.
- 2Setze dich mit folgender Aussage auseinander:
„Die führenden Leute in Wirtschaft, Politik, Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft im Westen nutzten den Osten, um ihre eigenen Interessen und Karrieren weiterzuverfolgen. Dabei ging es ihnen nicht um die Interessen der Menschen im Osten.“- 2.1Recherchiere nach Informationen, die diese Aussage stützen, und solche, die ihr widersprechen.
- 2.2Nutze dabei Suchbegriffe wie „Aufbau Ost“, „Solidaritätszuschlag“, „Wirtschaftskrise in den neuen Bundesländern“, „Massenarbeitslosigkeit 1990er Jahre neue Bundesländer“, „Investitionen im Osten 1990er Jahre“.
- 2.3Stelle die Rechercheergebnisse zu einer kurzen Information zusammen.
- 2.4Formuliere einen eigenen Standpunkt zur Aussage.
- 2.1
Der Vereinigungsgewinn kurbelte die Wirtschaft an und dadurch konnten auch die in die westlichen Bundesländer kommenden Menschen aus Ostdeutschland und der ehemaligen Sowjetunion ökonomisch integriert werden. Neue Firmenniederlassungen wurden errichtet, Infrastrukturen geschaffen, neue Verwaltungseinrichtungen etabliert. Der enorme wirtschaftliche Gewinn aus diesen Investitionen floss zum großen Teil in den Westen. Doch auch die neuen Bundesländer profitierten, wenn auch lange Zeit auf einem niedrigen Niveau.
Das Bruttoinlandsprodukt im Altbundesgebiet stieg allein 1990 und 1991 um über 5 Prozent. Die Nachfrage der Menschen aus den neuen Bundesländern war groß: Millionen Menschen aus dem Osten kauften nun zu einem großen Teil westdeutsche Produkte – Lebensmittel, Textilien, Autos, Haushaltsgeräte usw. Bei den zugewanderten Russlanddeutschen war es ebenso.
Marcus Ventzke, Digitale Lernwelten GmbH

„Ob sich heute einer dort Jurist nennt oder Ökonom, Pädagoge, Psychologe, Soziologe, selbst Arzt oder Ingenieur, das ist völlig egal. Sein Wissen ist auf weite Strecken völlig unbrauchbar. [...] viele Menschen sind wegen ihrer fehlenden Fachkenntnisse nicht weiter verwendbar.“
Arnulf Baring, Deutschland, was nun?, München 1992, S. 59.
„Im Grunde müsste eine neue Ost-Siedlung stattfinden. [...] Es handelt sich wirklich um eine langfristige Rekultivierung, eine Kolonistenaufgabe, eine neue Ostkolonisation.“
Wolf Jobst Siedler im Gespräch mit Arnulf Baring, in: Arnulf Baring, Deutschland, was nun?, München 1992, S. 59.
- 1Setze dich mit den Aussagen in den obigen Quellen (Element 19 und 20) auseinander.
- 2Leite die Position ab, die beide Autoren damit Ost- und Russlanddeutschen im Vergleich zu Westdeutschen zuweisen.
- 3Beurteile die Aussagen aus der Zeit heraus und bewerte sie mit deinem heutigen Wissen.
Erst hat sich der Osten am Westen orientiert. Und jetzt nicht mehr?!
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