Vertiefung 1.4 Heimat geht durch den Magen

Sie wurden zum 'Tee' eingeladen?

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Für mich ist Heimat dort, wo es so riecht und schmeckt wie bei meiner Großmutter. Nach Schmalzgebäck und Knödeln, nach Pilzrahmsoße und Kartoffelpuffern. Diese Gerüche lösen bei mir sofort die Erinnerung an Kindheit und Heimat aus. Ich glaube, dass es vielen Menschen so geht und dass aus diesem Grund Menschen die Küche ihrer Kindheit nie ganz vergessen. Russlanddeutsche sprechen zum Beispiel oft von Zuckerkuchen oder 'Klees', den sie 'schon als Kinder' gegessen haben. Essen ist also viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Essen ist auch Identität, Kultur, Gefühl und Geschichte. In diesem Kapitel möchte ich der Frage nachgehen, welche Esskultur die Deutschen in Russland hatten und wie sich diese Traditionen bis heute erhalten haben.

Nordrhein-Westfalen

Kernlehrplan für die Sekundarstufe I und II Gymnasium in Nordrhein-Westfalen
Sek I: KLP
Sek II: Entwurf 2025 und KLP 2013
kapitelspezifisch
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Sachsen

Lehrplan Geschichte Gymnasium, 2004, 2007, 2009, 2011, 2019 in Sachsen
Sek I/II: Lehrplan Geschichte
kapitelspezifisch
:

In diesem Kapitel geht es um den Umstand, dass Heimat nicht nur ein Ort ist, sondern auch ein Geschmack oder Geruch. Für fast alle Menschen kann Heimat auch in einem Essen empfunden werden, aber welche Voraussetzung muss dieses Essen haben, um Heimat sein zu können?

Übersicht Kapitelinhalte

Es ist doch nur Essen – oder etwa nicht?

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Essen in Familie oder mit Freunden. So muss es sein, oder?

Viele Menschen essen am liebsten in Ruhe und in guter Gesellschaft. Essen ist Genuss, Entspannung und ein soziales Ereignis. Wir benutzen beim Essen fast all unsere Sinne: Wir schmecken, riechen, sehen, fühlen. Essen ist auch Kultur, wie die Musik, das Theater oder das Kino. Die Zubereitung von gutem Essen kann eine Kunstform sein, für die Menschen hohe Summen ausgeben. Essen ist also sehr viel mehr, als bloße Nahrungsaufnahme.

Wir, die Mitarbeiter der Digitalen Lernwelten, sind allesamt keine Russlanddeutschen. Deswegen haben wir viel unternommen, um uns mit deren Bräuchen, Traditionen, Lebensweisen und Wertvorstellungen vertraut zu machen. Wir haben intensiv in Büchern recherchiert, Interviews und Gespräche geführt und historische Kleidung ausprobiert (siehe nächstes Kapitel).

Hier gibt es ein schönes Kochbuch für Interessierte. Eine der fröhlichsten und schönsten Vorbereitungen auf dieses Projekt war aber der Abend, an dem wir gemeinsam Borschtsch (борщ) gekocht haben – und das lag nicht nur am Wodka.

Kulinarische Einstimmung: Borschtsch

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Zwei bei ungewohnter Arbeit: Unser Grafik- und IT-Experte Tobi schält zusammen mit der Autorin Johanna die Kartoffeln.

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Das Team der Digitalen Lernwelten kocht Borschtsch – mit vielen Tipps, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte gegeben hatten

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Die Ernährungsgewohnheiten der allerersten Menschen bestimmen auch heute noch unser Essverhalten und haben den Lauf der Geschichte geprägt:

Für die Menschen vor 30.000 Jahren war es notwendig, alles zu essen, was sie finden konnten. Das Nahrungsangebot schwankte erheblich. Hungerszeiten folgten auf Fülle und Übermaß. Wenn gerade Tiere erlegt oder Obstbäume gefunden worden waren, musste alles schnell verzehrt werden, bevor das Fleisch verdarb oder andere Tiere sich die wertvollen Früchte einverleibten. Der Instinkt, möglichst viele Kalorien zu sich zu nehmen, ist daher in unseren heutigen Genen noch immer einprogrammiert, obwohl solche extremen Verhaltensweisen oftmals gar nicht mehr nötig sind. (Das gilt zumindest, wenn man in einem gut versorgten Land lebt, in dem Frieden herrscht und Naturkatastrophen ausbleiben.)

Da der regelmäßige Zugriff auf Nahrung sehr wichtig war, wurden die Menschen kreativ: Sie erfanden Methoden und Werkzeuge, die sie in die Lage versetzten, zu fast jeder Zeit ein ausreichendes Nahrungsangebot zu haben. Die Landwirtschaft entstand. Die Menschen wurden sesshaft, um ihre Felder zu bestellen und eine gleichmäßige Nahrungsversorgung sicherzustellen. Es entstanden Zivilisationen, in denen sich der Wunsch, noch besser zu essen, tief verankerte, sodass die Menschen neue Werkzeuge und Methoden fanden, um die verfügbare Nahrung noch vielfältiger und schmackhafter zu gestalten.

Dabei ist die Verfügbarkeit von Lebensmitteln erstaunlich eng mit der „Weltgeschichte“ verknüpft: Die Sesshaftwerdung in der Steinzeit gehört ebenso dazu wie das Bevölkerungswachstum in den einzelnen Epochen oder das Ausbrechen von Unruhen und Revolutionen in Zeiten eines zu geringen Nahrungsangebotes.

Sabrina Kölbel und Florian Sochatzy, Digitale Lernwelten GmbH

Russlanddeutsche Esskultur

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Dunkles Brot – sehr deutsch!

Heute würde man die russlanddeutsche Küche im Grunde eine Fusionsküche nennen – deutsche Siedler brachten ihre Rezepte mit, passten sie aber an das an, was in den Steppen Russlands und Zentralasiens verfügbar war.

Der deutsche Kern ist noch deutlich erkennbar: Brot spielt eine zentrale Rolle, besonders dunkles Sauerteigbrot. Dazu kommen Gerichte wie Zwiebelkuchen, Streuselkuchen, Grießuppe und allerlei Gebäck zu Feiertagen – Traditionen, die Familien über Generationen weitergegeben haben. Das russisch-zentralasiatische Element zeigt sich vor allem in Eingemachtem und Eingelegtem – Gurken, Kohl, Rüben – weil der lange Winter das erforderte. Auch Gerichte mit Hirse, Sonnenblumenöl statt Butter und sehr herzhafte Eintöpfe, die oft mehrere Sorten Fleisch verwenden, spiegeln die rauen Lebensbedingungen wider.

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Beliebte Rezepte

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Rezept für Borschtsch:

  • 1500 g Fleisch in Salzwasser mit
  • 1 Zwiebel gar kochen. Das Fleisch aus der Brühe nehmen. In die Brühe
  • 700 g Kartoffeln grob würfeln,
  • 250 g Weißkohl fein raspeln,
  • 4 Zwiebeln schneiden und
  • 3 Peperoni hineingeben. Das Gemüse etwa 10 Min. kochen lassen. Etwas Biskin-Öl in der Pfanne erhitzen und
  • 2 Zwiebeln, fein geschnitten, anbraten
  • 1 Möhre fein reiben, hinzufügen und
  • 1 rote Paprika würfeln und anbraten. Mit
  • 1 Dose Tomatenmark (140g) ablöschen, etwas schmoren lassen und in die kochende Suppe geben.
  • Mit Salz und Pfeffer und
  • 3 Lorbeerblättern abschmecken. Das Fleisch in die fertige Suppe geben und zum Schluss
  • 1 Päckchen Dill fein hacken und mit
  • Schmand garnieren.

Rezept für Gyrossuppe/Kosakentopf:

  • Etwas Butter erwärmen und darin
  • 3 Zwiebeln gewürfelt anbraten,
  • 1 Knoblauchzehe dazupressen und
  • 500g Gyrosfleisch mit anbraten.
  • 1–2 Fleischtomaten würfeln und dazugeben.
  • 3 Paprika in feine Streifen schneiden und dazugeben, mit
  • 2 Liter Wasser ablöschen.
  • 1 Päckchen Zwiebelsuppe,
  • 1 Flasche Chilisoße,
  • 1 Flasche Paprikasoße (ehemals Zigeunersoße) und
  • 1 Dose Mais dazutun und etwas köcheln lassen. Mit
  • 2 Bechern Schlagsahne verfeinern.

Rezept für Kasseler-Ananas-Auflauf:

  • 600 g Kasselerbraten in 12 Scheiben schneiden, abwechselnd mit
  • 12 Ananasscheiben in die Mitte einer hohen Auflaufform legen.
  • 1 kg Kartoffeln grob würfeln, mit
  • Salz und Pfeffer, Paprika, Curry und
  • 2 Esslöffel Öl marinieren. Nun die Kartoffeln um das Fleisch legen und alles bei 200 °C ca. 40 Min. im vorgeheizten Backofen garen.
  • 1 Becher Sahne über die Kartoffeln geben und weitere 5 Min. garen.

Rezept für Pelmeni:

Füllung:

  • 500 g Hackfleisch, dazu
  • 2–3 Zwiebeln hacken, mit
  • Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer würzen.

Teig:

  • 2 Eier,
  • 150 ml Wasser,
  • 1/2 Teelöffel Salz und
  • 400 g Mehl zu einem elastischen Teig verarbeiten und abgedeckt etwas ruhen lassen. Den Teig halbieren, dünn ausrollen und mit einem Glas (ca. 5 cm Durchmesser) ausstechen. Mit der Gabel das Gehackte auf die Plättchen verteilen (ca. 1 Teelöffel) und zu Tortellini formen. Die Kanten fest zudrücken. Einen großen Topf mit
  • 3–4 Liter Wasser zum Kochen bringen,
  • 3–4 Lorbeerblätter dazugeben, mit
  • Salz und Pfeffer würzen. Pelmeni in das kochende Wasser geben und ca. 5 Min. kochen lassen.

Tipp:
Pelmeni werden nicht so kalorienreich und etwas saftiger, wenn man sehr fein geschnittenen Weißkohl zum Gehackten gibt.

Serviervorschlag:
Zu Pelmeni passen unterschiedliche Soßen, z. B. eine Tomatensoße, Schmages, Ketchup oder die abgeschmeckte Brühe mit Fondor und Schmand.

Rezept für Eingelegte Tomaten:

  • Kleine Tomaten waschen und in saubere Gläser füllen.
  • Dillzweige, kleine Peperoni, Pfefferkörner, Piment und Knoblauchzehen
    nach Geschmack in jedes Glas füllen.
  • 1 Liter Wasser mit
  • 1 gehäuften Esslöffel Salz und
  • 2 Esslöffel Zucker aufkochen und die Gläser mit der Flüssigkeit füllen.
  • Deckel verschließen und im Backofen bei 100 °C ca. 1 Std. sterilisieren.

Russlanddeutsche beim Kochen

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Edgar Born ist Beauftragter für Aussiedlerinnen und Aussiedler der Evangelischen Kirche von Westfalen und dadurch ein sehr erfahrener Kenner der russlanddeutschen Kultur. Wir haben ihn deshalb u. a. zum Thema russlanddeutsche Küche und Esskultur befragt.

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AufgabeInformationen entnehmen und überprüfen
  1. 1
    Sammle Aussagen über die russlanddeutsche Küche von Edgar Born im Video.
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    Finde Stellen in den Rezepten, die seine Aussagen bestätigen oder widerlegen.
    Achte dabei besonders auf die Titel der Rezepte und die Zutaten.
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    Die Rezepte stammen aus einem Kochbuch, das 2014 in Deutschland erschienen ist. Inwiefern findet sich die Anpassungsgeschichte der Russlanddeutschen in diesen Rezepten wieder?

Esskultur und Heimatgefühle

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Man ist, was man isst. Könnte sein, dass sich der italienische Künstler Giuseppe Arcimboldo (1526–1593) an diesem Spruch orientiert hat. Im Jahr 1591 hat er ein Porträt des Kaisers Rudolf II. aus Nahrungsmitteln gemalt. Er zeigt den Kaiser als etruskisch-römischen Gott.

Was bedeutet eigentlich Heimat?

Das Gefühl von Heimat zeigt sich, wenn jemand eine vertraute Sprache spricht, einen Dialekt. Heimat ist auch, wenn man in vertraute Gesichter schaut oder die Gewohnheiten von Menschen sieht, die man (lange) kennt. Heimat ist auch in Gerüchen und Geschmäckern. Das Besondere am Essen ist: Es ist eine Heimat, die man mitnehmen kann. Eine Landschaft lässt sich nicht in den Koffer packen. Ein Rezept schon.

Essen als Gedächtnis einer Familie

Jede Familie hat ihre Gerichte. Es ist das Essen, das allen schmeckt oder nicht. Es kann eine Abfolge von Gerichten sein, die alle kennen, z.B. das Essen, das es immer an Weihnachten gibt. Es kann auch der Kuchen sein, den nur die Oma so hinbekommt, oder die Suppe, die man bekommt, wenn man krank ist. Diese Gerichte werden nicht nur gekocht, sie werden auch an die folgenden Generationen weitergegeben. Vielleicht kennst du auch das handgeschriebene Rezeptbuch der Großmutter? Aber oft geht diese 'Vererbung' auch nur durch das Gedächtnis. Man hat der Großmutter immer zugesehen, wie sie kochte, und sich gemerkt, wie sie es machte. In den so weitergegebenen Gerichten steckt die Geschichte einer Familie. Kochen wird so zu einer Art essbarem Gedächtnis.

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Stell dir vor, du öffnest den Deckel eines Topfes, der in eurer Küche steht und die erste Dampfwolke trägt alles auf einmal heran: das säuerlich-warme Aroma des geschmorten Sauerkrauts, durchzogen von Lorbeer und einem Hauch Kümmel. Dazu kommt der herzhafte Duft von Schweinefleisch, das im eigenen Saft weich geschmort wurde. Über diesen Gerüchen liegt etwas Helles, fast Süßliches: Es ist der Geruch von frisch gedämpftem Hefeteig, fast milchig und mild, wie warmes Brot kurz vor dem Anschnitt.

Und dann siehst du den Boden des Topfes. Genau dort, wo Kraut und Fleischsaft zusammengekommen sind, hat sich eine goldbraune, karamellisierte Kruste gebildet. Sie hat ein nussig-malziges Aroma, das immer dann entsteht, wenn etwas langsam geröstet wurde. In jeder russlanddeutschen Küche war dieser Geruch das Signal dafür: Gleich gibt es Essen!

Stell dir vor, dass du mit den anderen am Tisch sitzt und die erste Gabel zum Munde führst. Im Mund spielt das Gericht dann eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Geschmackseindrücken aus. Die Strudla sind wattig-weich und federnd, sie saugen sich voll mit dem würzigen Sud und schmelzen fast auf der Zunge. Nur nicht an der Unterseite, wo die Kruste der Gabel Widerstand leistet. Sie ist angenehm zäh-knusprig. Das Sauerkraut macht einen frischen, säuerlichen Eindruck. Es fängt die Schwere des Fleisches auf und öffnet den Gaumen immer wieder neu. Das Schweinefleisch selbst zerfällt in zarte Fasern, salzig, sattmachend, mit jener tiefen Würze, die nur langes, geduldiges Schmoren hervorbringt.

Strudla ist ein Essen, das gar nicht raffiniert sein will. Es wirkt warm, deftig und irgendwie tröstlich. Ein Gericht für kalte Tage. Nach dem ersten Bissen lässt man die Schultern sinken und denkt sich: 'Ja, genau so muss es sein.' Was genau mit 'es' gemeint ist, bleibt offen und spielt auch gar keine Rolle.

Marcus Ventzke, Digitale Lernwelten GmbH

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Zubereitungszeit: 2,5 Stunden (viel Geh- und Schmorzeit)

Hinweise:

  • Die Topfwahl ist entscheidend. Ideal ist ein breiter, schwerer Topf oder Bräter mit gut schließendem Deckel, in dem alle Zutaten nebeneinander Platz haben, ohne gedrängt zu werden. Sie gehen beim Dämpfen noch einmal auf.
  • Beim Flüssigkeitsstand gilt: Das Kraut soll feucht schmoren, aber das Gericht soll nicht im Sud schwimmen. Lieber etwas weniger Flüssigkeit und bei Bedarf nachgießen.
  • Das Knistern am Ende ist kein Versehen, sondern das Ziel: Wenn das Wasser am Boden verkocht ist, beginnen Kraut und Teig leicht zu rösten. Daraus entsteht die karamellisierte Kruste, um die in russlanddeutschen Familien gern gestritten wird.

Zutaten:

  • 500 Gramm Mehl (Type 405)
  • 7 Gramm Trockenhefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 40 Gramm weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Salz für den Teig
  • 700 Gramm Schweineschulter oder -nacken, in Stücken
  • 600 Gramm Sauerkraut
  • 2 gewürfelte Zwiebeln
  • 2 Teelöffel Öl oder Schmalz zum Anbraten
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Teelöffel Kümmel, ganz
  • 300 ml Wasser oder Brühe
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

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    Hefeteig ansetzen: Milch mit Zucker und Trockenhefe verrühren und 10 Minuten schaumig stehen lassen. Dann mit dem Mehl, weicher Butter, dem Ei und Salz für den Teig zu einem glatten Teig kneten.
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    Teig gehen lassen: Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat.
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    Fleisch anbraten: Öl oder Schmalz zum Anbraten in einem breiten Topf erhitzen und die Schweineschulter oder -nacken, in Stücken rundum kräftig anbraten, bis es Farbe nimmt. Herausnehmen.
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    Zwiebeln rösten: Gewürfelte Zwiebeln im Bratfett goldgelb anschwitzen.
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    Kraut schmoren: Sauerkraut, Lorbeerblätter, Kümmel und das Fleisch zurück in den Topf geben. Mit Wasser oder Brühe aufgießen. Salz und Pfeffer dazugeben. Zugedeckt bei kleiner Hitze schmoren lassen.
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    Strudla formen: Den gegangenen Teig zu einer Rolle formen und in gleich große Stücke teilen. Zu Kugeln formen und 10 Minuten ruhen lassen.
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    Dämpfen: Die Strudla auf das Kraut legen (nicht in die Flüssigkeit legen, sondern auf dem Kraut dämpfen). Deckel fest schließen und bei mittlerer Hitze garen und dabei NICHT den Deckel öffnen, sonst fallen sie zusammen. Am Topfboden bildet sich die knusprige Kruste.
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    Anrichten: Strudla mit Kraut und Fleisch auf vorgewärmten Tellern servieren. Die krosse Kruste vom Boden lösen und mit verteilen. Sie ist das Beste!

Welches der KI-generierten Bilder kommt am nächsten an 'Strudla' heran?

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Bild 1: Sieht „Strudla“ so aus?
Bild 2: Oder so?
Bild 3: Oder vielleicht auch so?

Lieblingsgerichte aus der russlanddeutschen Küche oder doch lieber international?

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Der Mitarbeiter des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold, Nico Wiethof, berichtet von einem russlanddeutschen Rezept, das er gern kocht

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AufgabeWenn ein Gericht mehr als nur „Essen“ ist
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    Welches Essen ist für dich Heimat?
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    Versuche zu benennen, was dieses Essen im Vergleich zu anderen Gerichten besonders macht.
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    Durch Offenheit für Neues kannst du den eigenen Horizont erweitern und neue Erfahrungen machen. Suche dir ein russlanddeutsches Rezept aus den Rezepten oben (oder recherchiere ein anderes spezifisch russlanddeutsches Gericht) und koche es zu Hause nach.
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„In unserer kurzatmigen Zeit mit Fast Food und Halbfabrikaten gerät eine wunderbare Einrichtung langsam in Vergessenheit: Mamas Küche! Es war ein wunderbarer Ort in der Familie! Hier wurden all die herrlichen Leckereien zubereitet, mit viel Liebe zum Detail und mit Respekt gegenüber überlieferten Rezepten. Hier spielten die Kinder. Hier saß man an einem großen Tisch und pflegte Gemeinschaft. Hier wurden Probleme besprochen, hier weinte und lachte man. Hier wurde in der Bibel gelesen und gebetet. Dieser Raum strahlte wie kein anderer eine einzigartige Atmosphäre aus. Sogar am Sonntag, wenn für die Gäste der Wohnzimmertisch feierlich gedeckt wurde, gaben die dort aufgetischten Köstlichkeiten noch immer die Wärme von Mamas Küche ab!

Die Idee, verschiedene Rezepte zu sammeln und zu veröffentlichen, kommt von jungen Frauen, deren Anliegen es ist, Mamas Küche weiterzuführen.

Die Sammlung liegt nun vor und wartet auf Realisierung. Auf diesem Wege lässt uns Mamas bewährte Küche grüßen und ruft auf, sich für die Familie einzusetzen!“

„Einfach köstlich Band 1 – Empfehlungen aus Mama´s Küche“, Lichtzeichen Verlag, Lage, 2011